Und wohin jetzt?

Als wir England verließen, wussten wir noch nicht so recht, wie wir mit unserer Fahrradtour zurecht kommen würden. Wir hatten schon länger davon geträumt, nach Australien zu fahren, aber dann hatte Frederike eine Gelenkentzündung in ihrem Rücken. Nach vielen Monaten fruchtloser Physiotherapie bekam sie letztendlich eine Kortisoninjektion, kurz bevor wir auf unsere Reise aufbrachen. Zu der Zeit wusste niemand, ob es helfen würde. Wir fuhren trotzdem in Richtung Dover los, obwohl wir nicht sicher waren, ob wir es durch Frankreich schaffen würden. Zum Glück wirkte die Injektion sehr gut und die Schmerzen kamen nicht wieder. Zu der Zeit…

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Die letzten Tage vor Istanbul

Kurz nachdem wir Vize verlassen hatten, sahen wir die ersten Radtourer seitdem wir die Donau verlassen hatten. Es waren zwei junge Schweizer, die ca. 50km voneinander entfernt fuhren, da sie sich in Istanbul zerstritten hatten. Sie waren auf dem Weg nach Rumänien, und so konnten wir ihnen einige Tips über die Route geben. Vormittags hielten wir in einem kleinen Dorf an, um eine Pause zu machen. Außerhalb der Dörfer gab es nicht viel Schatten, und so fanden wir ein schattiges Plätzchen, um etwas kaltes zu trinken und etwas zu essen. Wir wollten etwas versteckt sein, da wir uns schuldig…

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Die nördliche Route nach Istanbul (D020)

Dieser Blog ist für Radfahrer gedacht, die vom Westen nach Istanbul fahren wollen. Wir haben von vielen Radfahrern gehört, die schlechte Erfahrungen gemacht haben und mit einem “nie wieder” Gefühl in Istanbul ankamen. Unsere Erfahrung dagegen war sehr positiv und war sogar eine sehr schöne Route, die wir gerne nochmal fahren würden. Wir wollten gerne nach Istanbul reinfahren, aber wir wollten eine ruhige Route nehmen, auf der nicht soviel Verkehr ist. Viele Radfahrer nehmen die direkte D100, aber das war für uns keine Option, da wir nicht mutig genug sind, auf einer mehrspurigen Autobahn zu fahren. Stattdessen folgten wir…

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4000 km Foto

Wir machten dieses Foto kurz hinter Edirne in der Türkei, als unser Tacho 4000 Kilometer anzeigte. Es war ein extrem heißer Tag, wie man unseren Gesichtern vielleicht ansehen kann! Kurz danach bekamen wir eine leckere, saftige Wassermelone geschenkt.

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Unser erster Tag in der Türkei

Wir haben diesen Eintrag ein paar Tage später hochgeladen, da wir kein Internet hatten. Inzwischen sind wir schon in Istanbul angekommen – mehr darüber später. Wow. Unser erster Radfahr-Tag in der Türkei war wirklich aufregend. Nachdem wir 4 Nächte in Edirne verbracht hatten, so dass Frederike sich von ihrer Lebensmittelvergiftung erholen konnte, sind wir gestern endlich weitergefahren. Edirne ist eine schöne Stadt, die sich sehr europäisch anfühlt und einige interessante Moscheen hat, aber die Hotels sind teuer und nach einigen Tagen hatten wir so ziemlich alles gesehen. Viele Radfahrer nehmen die berüchtigte D100 nach Istanbul,…

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Verblüfft in Bulgarien

Ein Kopfschütteln bedeutet “ja”, ein Nicken heißt “nein”, der gleiche Salat hat drei verschiedene Namen, Kleinstädte und Dörfer sind so gut wie ausgestorben. Bulgarien hat uns verblüfft.  Bei der Anfahrt von der rumänischen Seite bekamen wir endlich einen Geschmack für das „echte Rumänien“, vor dem uns alle gewarnt hatten. Die letzten 5 Kilometer waren auf einer Kopfsteinplasterstraße, die einen richtig durchrüttelte, und kurz vor der Passkontrolle verabschiedeten uns noch ein paar agressive Hunde. Am Straßenrand stand eine alte Fabrik, die auf den ersten Blick verlassen aussah, bis wir die giftgelbe Wolke sahen, die aus einem der alten Schornsteine…

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Radfahren in Rumänien – ein typischer Tag

Um 6 Uhr klingelt unser Wecker und die ersten Sonnenstrahlen wärmen das Zelt auf. Wir bleiben noch ein paar Minuten liegen, und dann beginnt der Tag: Ein typischer Tag unserer Radtour in Rumänien. Um uns im Zelt anzuziehen, müssen wir erstmal ein paar Yoga Positionen einnehmen. Sobald wir angezogen sind, öffnen wir den Reißverschluss und schauen hinaus, um zu sehen, wie das Wetter ist. Am besten ist ein starker Rückenwind und bewölkter Himmel. Heute wird es wieder ein heißer Tag mit etwas Wind, es sieht nach Rückenwind aus. Es gibt keine Duschen, aber wir können uns am Fluß…

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Auf in den Balkan

Kroatien – Serbien An unserem letzten Tag in Ungarn bekamen wir eine Empfehlung für einen Campingplatz von ungarischen Radfahrern, während wir unter einer Brücke eine Pause von der 38C Hitze einlegten. Als wir am Campingplatz ankamen, wurden wir gleich von einem vierbeinigen Freund besucht, der auf unserem Zeltboden lag, während wir versuchten, Boris aufzustellen. Bald merkten wir, dass er nur darauf wartete, am Bauch gestreichelt zu werden. Süß, dachten wir, aber in Wirklichkeit waren seine Absichten nicht so ehrlich wie wir erst dachten. Während er uns ablenkten, untersuchten seine beiden Komplizen unsere…

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3000 km Foto

Wir waren gerade bei 40°C Hitze aus Belgrad gekommen und hatten einen langen Hügel erklommen. Wir mussten dann erstmal ein Eis essen, um uns abzukühlen, und später am Tag folgten dann zwei weitere, bevor wir in einem Feld wild campten. Zum Glück sank die Temperatur ein paar Tage später auf 16°C – wir hatten schon vergessen wieviel einfacher es ist, bei kühlen Temperaturen radzufahren!…

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Unsere erste Woche in Osteuropa

Bratislava – Budapest – Grenze Ungarn / Kroatien Nachdem wir uns halbwegs von den Bettwanzen erholt hatte, nahmen wir an einer kostenlosen Stadtführung von Bratislava teil. Unser Führer war ein junger Australier, der uns einen interessanten Einblick in die Geschichte der Stadt gab, wobei er auch die dunkleren Kapitel der Geschichte detaillierte, die die anderen Touren angeblich eher vermeiden. Die Cafe-Kultur war lebendig und führte uns an jeder Straßenecke in Versuchung. Wir fanden ein nettes Cafe mit einer Terasse in der Altstadt, von dem aus wir die Straßenkünstler beobachten konnten, die die Touristen und Bratislaver unterhielten.

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